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  • Geboren 1905 in Stuttgart 1928 als Volontär bei Raab Katzenstein in Kassel
  • 1930 in Pittsburg/PA bei der Haller-Hirth Saileplane-Corporation
  • Im Frühsommer 1934 als Fluglehrer auf den Hornberg
  • 4. Januar 1935 Gründung des "Sportflugzeugbau Göppingen Martin Schempp"
  • 1938 Heirat mit Friedel Dichtelmüller
  • 1938 Teilübersiedlung des Betriebes von Göppingen nach Kirchheim u.T. und Gründung der Schempp-Hirth OHG
  • 01.12.1940 Großbrand im Dach und 3. Stock des Gebäudes in der Krebenstraße - seitdem fehlt eine (1) Etage
  • Von Anfang Mai 1945 bis etwa Oktober 1945 "Kommissarischer Bürgermeister" der Stadt Kirchheim u.T.
  • ab 1955 wieder Flugzeugbau bei Schempp-Hirth u.a. mit dem Bau der Gondel für das Trumpf-Luftschiff
  • Am 31.10.1961 Vertrag über den Lizenzbau der österr. "Standard-Austria" 1964 die Mitarbeit von Klaus Holighaus sichergestellt
  • Am 15.11.1965 Klaus Holighaus offizielll bei Schempp-Hirth eingetreten
  • Ab 15.08.1969 Klaus Holighaus die Betriebsleitung übertragen
  • Im Januar 1972 Klaus Holighaus die Geschäftsleitung übergeben
  • Ab Juli 1977 Klaus Holighaus Inhaber der Firma Verstorben am 09.07.1984, bestattet in Kirchheim u.T.
 
 

Zeitungs-Artikel "Teckbote" vom 24.12.1956 pas

Kaufmann und Techniker: Martin Schempp
     Die heute weit über die Grenzen der engeren Heimat hinaus bekannte Firma Schempp-Hirth verdankt ihren guten Ruf, aber auch ihre beachtlichen technischen und wirschaftlichen Erfolge zum großen Teil ihrem Chef Martin Schempp. Zäher Fleiß und die Bereitschaft, auch einmal ein Risiko einzugehen, etwas zu wagen, kennzeichnen den Weg dieses Mannes, der aus kleinsten Anfängen heraus begann und der seine Aufgabe, dem Sportflug zu dienen, sehr ernst nahm. Der gebürtige Stuttgarter erlernte zunächst den Beruf eines Kaufmanns. Aber schon als junger Mann entdeckte er seine Liebe zur Fliegerei. In diesem Metier sah Martin Schempp nicht nur eine Liebhaberei, sondern eine Lebensaufgabe, die ihn immer wieder zu neuen Wagnissen anspornte.
     Schon im Alter von 21 Jahren zog es ihn nach Amerika, wo er sich intensiv und erfolgreich der technischen Ausbildung im Flugsport widmete. 1928 kam er wieder für kurze zeit nach Deutschland, erwarb den Flugschein und kehrte in die Vereinigten Staaten zurück, um sich dort zunächst als Fluglehrer, dann aber als Segelflugbauer zu betätigen. Nach achtjähriger Arbeit in den USA zog es ihn wieder in die Heimat zurück. Martin Schempp hatte unterdessen so viel technische Kenntnisse erworben, um mit der fabrikation von Segelflugzeugen beginnen zu können. Zusammen mit Wolf Hirth baute er 1935 in Göppingen eine Werkstätte auf und verlegte diese 1938 nach Kirchheim.

 

Durch den Krieg wurde der Segelflugzeugbau jäh unterbrochen und das Werk mußte sich zwangsläufig auf andere Arbeiten umstellen.
     Nach dem Zusammenbruch 1945 wurde die herstellung jeglicher Art von Flugzeugen verboten. Martin Schempp hatte aber keine Zeit, seinem unter vielen persönlichen Opfern aufgebauten, nun brachliegenden Werk, nachzutrauern; als kommissarischer Bürgermeister Kirchheims hatte er in den schlimmsten Wochen und Monaten (von April bis Oktober 1945) eine hohe verantwortung zu tragen. Seine in Amerika gewonnenen Erfahrungen und erfolgreichen "Verbindungsmann" zwischen der Besatzungsmacht und der Bevölkerung. Seinem Einfluß und seiner Geschicklichkeit ist es zuzuschreiben, daß in jener Zeit in Kirchheim die Zuteilung von Nahrungsmitteln und Textilien besser war als in vielen anderen Städten.
     Nachdem er durch den späteren Bürgermeister Kröning abgelöst worden war, machte er sich sofort daran, seinen Betrieb umzustellen. Das Wagnis gelang. De Herstellung von Bestandteilen für Webstühle "schlug ein". Immer aber blieb es die "große Sehnsucht" von Martin Schempp, wieder dem sportlichen Flugzeugbau dienen zu können. Aus diesem Grunde war er auch immer darauf bedacht, sein Stammpersonal unter den 140 Betriebaangehörigen zu halten, jene "alte Garde", die von Anfang an den Aufbau miterlebte. Dieser Stamm von erfahrenen Facharbeitern ermöglichte es ihm, sich an den Bau des ersten deutschen Luftschiffes nach dem Kriege zu wagen. Nach wie vor wird es aber Martin Schempps Ziel bleiben, dem Sportflugzeugbau zu dienen und eine Maschine zu bauen, die einem größeren Kreis Flugsportbegeisterter zugänglich sein soll. Die Planungen und Vorarbeiten hierzu sind bereits soweit gediehen, daß im nächsten Jahr mit der Herstellung eines ersten Sportflugzeugs gerecht werden kann.

 
 

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