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Dieses in Kohlefaser-Bauweise hergestellte Hochleistungs-Segelflugzeug der Offenen Klasse mit einer Spannweite von 22,9 m (4-teiliger Flügel) bzw. 24,5 oder 25,5 m (6-teiliger Flügel) basiert einerseits auf den mit dem Nimbus-2 gewonnenen Erfahrungen im Bau großspannweitiger Flugzeuge und andererseits auf dem für den Ventus neu entwickelten und äußerst erfolgreichen Tragflügel-Profil.

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Der Nimbus-3 wurde nicht nur auf Anhieb Weltmeister 1981, sondern auch 1983 und 1985.

Insgesamt wurden fast einhundert Exemplare gefertigt, davon ist rund ein Drittel mit der 'Turbo'-Heimweghilfe ausgestattet (Nimbus-3T) und eines davon in Privatinitiative als Eigenstarter (Ninbus-3MR) weiterentwickelt worden.

Baubeschreibung:

Einsitziger Mitteldecker in Kohlefaser-Bauweise, mit vier- oder sechsteiligem Tragflügel, mit Wölbklappen, doppelstöckigen SCHEMPP-HIRTH-Bremsklappen, gefedertem Einziehfahrwerk, gedämpftem T-Leitwerk und getrennten Wassertanks im Außen- und Innenflügel.

Tragflügel

Der Tragflügel ist in hoher Mitteldeckeranordnung ohne Flügelübergang am Rumpf befestigt

Die Flügelteilung ist gegenüber dem Nimbus-2 weiter nach innen verlegt, so dass die Gewichte am schwersten Ende jedes Flügelteiles zwecks besserer Montage unter 40 kg liegen. Die Montage erfolgt durch eine Zungengabel-Verbindung mit je einem Hauptbolzen im Rumpf und an den Trennstellen, ähnlich wie beim Nimbus-2.

Die großen doppelstöckigen GFK-/Dural-Bremsklappen mit federnden Abdeckblechen befinden sich im Innenflügel, so dass ein separates Anschließen bei der Montage des Außenflügels nicht notwendig ist.

Die Tragflügel bestehen aus einem KFK-Kastenholm im Innen- und einem KFK-Doppel-T-Holm im Außenflügel. Die Schale ist als beidseitig mit KFK belegtem, sehr steifen Hartschaum-Sandwich ausgeführt. Die Wölbklappen und Querruder sind in KFK-/Kevlar-Bauweise hergestellt.

Der Holmgurt liegt bei 42% Profiltiefe direkt unter der versteiften Außenhaut des Flügels, um die höchstmögliche Biegesteifigkeit für einen so schlanken, dünnen und großspannigen Tragflügel zu erzielen.

Rumpf

Der Rumpf ist aus Steifigkeits- und Gewichtsgründen hinter dem Cockpit als massive, versteifte KFK-Schale, im Cockpitbereich jedoch aus Sicherheitsgründen sowie zur besseren Energieaufnahme im Bruchfalle aus Glasfaser hergestellt.

Das 5-Zoll-Einziehfahrwerk ist teleskopgefedert und äußerst robust ausgelegt und aufgehängt.

Tragflügel wie auch Fahrwerk sind an ein, auch die gesamte Steuerung aufnehmendes Stahlrohrgerüst, welches über kräftige GFK-Spanten mit der Rumpfschale verbunden ist, dergestalt aufgehängt, damit die Hauptfahrwerkskräfte auch bei schweren Landungen direkt über die Stahlrohre in den Flügel als Gegenmasse eingeleitet werden können, ohne dass die Schale und die damit empfindlichen Verklebungen belastet werden.

Die Wölbklappenbedienung ist so mit der Trimmung gekoppelt, dass die Trimmung im Fluge in der Regel nur einmal eingestellt werden mss? und sich dann mit den jeweiligen Wölbklappenstellungen die passende Geschwindigkeit selbst einstellt ...

Das gedämpfte KFK-Höhenleitwerk hat ein Wortmann-Profil, eine Spannweite von 2,5 m und einen Flächeninhalt von 1,25 m².

 
 

Spannweite

25,5 m

Flügelflache

16,9 m²

Flügelstreckung

38,4

Rumpflänge

7,63 m

Leergewicht

ca. 408 kg

Höchstgewicht

750 kg

Flächen- belastung

28-44 kg/m²

max. Wasserballast

338 l

höchstzulässige Geschwindigkeit

270 km/h

Manöver- geschwindigkeit

190 km/h

Geringstes Sinken

0,40 m/s

Beste Gleitzahl

58,5

 
 

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