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Mit dem Titel des Europameisters in allen drei Klassen für den "Discus-2a", "Ventus-2a" und "Nimbus-4" war das Jahr 2000 nicht nur erneut von großem Erfolg geprägt, es konnten auch wieder zwei Erstflüge von Motorseglern vermeldet werden: Den des "Discus-2T" und der erste Start eines "Nimbus-4M" mit einem innenliegenden, vom "Nimbus-4DM" übernommenen SOLO-Triebwerk Type 2625-02.
Ähnlich erfolgreich verliefen die Weltmeisterschaften 2001 in Südafrika (Mafikeng) mit dem erneuten Titelgewinn in der Standardklasse durch einen "Discus-2" und in der Rennklasse durch einen "Ventus-2ax", einer im Leitwerksbereich noch widerstandsgünstiger gestalteten und mit "Maughmer"-Winglets versehenen Variante. Diese Modifikationen (welche die Flugeigenschaften besonders bei niedrigen Geschwindigkeiten und hoher Flächenbelastung weiter verbessern) wurden natürlich auch für das Baumuster "Ventus-2bx" übernommen, verbunden mit einem in der Außenkontur und im Cockpitbereich neu konzipierten Rumpf.
Zusätzlich gewann ein "Ventus-2cT" in der 18 m-Klasse bei den "FAI World Air Games" in Lillo/Spanien, ein Erfolg, der auch bei den Europameisterschaften 2002 in Ungarn wiederholt werden konnte. Mitte Mai 2002 fand ferner die Auslieferung des ersten mit einem Fallschirm-Gesamt-Rettungssystem ausgerüsteten "Ventus-2bxR" statt, welches von der benachbarten Firma Glasfaser-Flugzeug-Service GmbH J.Streifeneder) in Grabenstetten entwickelt und in einem "Discus" erprobt worden war. Zuvor galt es jedoch wieder einmal zu feiern und zwar sowohl die Übergabe des 1000. "Discus" (alle Baureihen) als auch die Fertigstellung des 1000. "Ventus" (alle Baureihen).
Das Jahr 2003 begann dann gleich mit einem Paukenschlag, als es Klaus Ohlmann im Januar in Argentinien als erstem Piloten gelang, die magische 3000 km-Marke in einem "Nimbus-4DM" zu überschreiten und damit einen Meilenstein in der Geschichte des Segelfluges zu setzen. Die Jahresmitte brachte Schempp-Hirth insofern "mixed news", als daß einerseits bei den Segelflug-Weltmeisterschaften 2003 in Leszno/Polen erneut drei der vier zu vergebenden Titel von Schempp-Hirth-Flugzeugen gewonnen wurden, andererseits jedoch ein aus unbekannter Ursache ausgebrochenes Feuer in einer Werkshalle die Fertigung auf Monate erheblich beeinträchtigte.
Davon betroffen war leider auch die Rumpfform des neuen Baumusters "Ventus-2cxT" (einer strukturell verstärkten Variante mit optimiertem Leitwerksbereich, verbessertem Außenflügel und "Maughmer"-Winglets für höhere Wendigkeit bei noch höherer Abflugmasse), so daß sich die Serienfertigung um etliche Monate verzögerte. Diese Änderungen, einschließlich Verstärkungen im Cockpitbereich, sind natürlich auch beim Segelflugzeug "Ventus-2cx" und beim Motorsegler "Ventus-2cxM" Serienstand geworden und verdienen nach Pilotenaussagen durchaus das Prädikat, eine "neue Ventus-Generation" zu sein.
Die Segelflug-Europameisterschaften 2004 in Litauen brachten dann auch prompt die Bestätigung des Leistungspotentials der neuen Schempp-Hirth-Flugzeuge, sowohl in der 18 m-Klasse durch einen Doppelsieg des "Ventus-2cx", als auch in der Rennklasse durch den Bronzeplatz von Axel Horn auf "Ventus-2ax" (hinter zwei "Ventus-2a").
Als weiteres Flugzeug einer "neuen Generation" darf auch der 18 m "Discus-2c" bezeichnet werden, dessen Erstflüge am 16.09.2004 echte Begeisterung bei den Werkspiloten hervor gerufen hat und in Bezug auf Rollwendigkeit, Kreisflugeigenschaften, Überziehverhalten und nicht zuletzt seiner eleganten Formgebung wegen als absolut gelungene Neuentwicklung zu bezeichnen ist. Die Integration einer "Turbo"-Heimweghilfe und die Fertigstellung kürzerer Außenflügel für den wahlweisen Einsatz des "Discus-2c" bei Standardklasse-Wettbewerben folgten kurz danach.
Zukunftsorientierte Konstruktionen, ein hohes Qualitätsniveau, umfassendes Know-How in der Verarbeitung von Faserverbund-Werkstoffen, anerkannt gute Produktpflege und nicht zuletzt motivierte Mitarbeiter machen Schempp-Hirth seit fast sieben Jahrzehnten zu einem der weltweit führenden Entwicklungs- und Herstellungsbetriebe von Segelflugzeugen und Motorseglern – und zu einem Begriff für sportliche Höchstleistung. Die lange Liste der mit Schempp-Hirth-Flugzeugen erzielten Weltrekorde und insgesamt 26 gewonnene Weltmeisterschaften (40 % aller bisher vergebenen Titel!) belegen diesen Anspruch.

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