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Die Rolle des "Vorreiters" in der Anwendung der Kohlefaser führte aber zuvor noch zu einem anderen Auftrag für Schempp-Hirth, und zwar zum Bau der Rotorblätter für die Windenergie-Versuchsanlage "GROWIAN", der von M.A.N. konzipierten weltgrößten Windkraft-Anlage mit über 100 m Rotorspannweite.

Zwar ist die Anlage längst stillgelegt worden, die von Schempp-Hirth gebauten Flügelschalen jedoch (aus verschiedenen Gründen letztlich doch in Glasfaser- und nicht in Kohelfaser-Bauweise erstellt) haben ihre Bewährungsprobe bestanden.

Mit der Entwicklung einer neuen Profilserie mit sehr geringer relativen Dicke, hohem maximalen Auftriebswert und gutmütigen Langsamflugeigenschaften, als Gemeinschaftsleistung von Prof. Wortmann, Dieter Althaus und Klaus Holighaus, wurde aber dann - wie VENTUS und NIMBUS-3 eindrucksvoll bewiesen haben - der Kohlefaser-Werkstoff erstmals voll ausgenutzt und vorteilhaft eingesetzt.

Schon wenige Monate nach seinem Erstflug gewann der NIMBUS-3 die Weltmeisterschaft 1981 in Paderborn, ...

 
 

Klaus Holighaus demonstriert den Spoiler am Nimbus-3-Ansteckflügel.

... dann siegten VENTUS und NIMBUS-3 1983 bei der WM in Hobbs/USA und schließlich lag der NIMBUS-3 auch 1985 in Rieti wieder vorn. Dazu gesellten sich natürlich noch eine lange Reihe nationaler Meisterschaftstitel für beide Baumuster und eine Anzahl von Weltrekorden für den NIMBUS-3. Ein überzeugender Beweis für Wissen und Können des Herstellers.

Während die Herstellung des Einsitzers NIMBUS-3 1986 nach einem Brand in einem der Werksgebäude ausgesetzt werden mußte, ist dafür die Produktionsrate des Rennklasse-Flugzeuges VENTUS gesteigert worden, um auch die Nachfrage nach dessen motorgetriebener Variante VENTUS-bT befriedigen zu können.

Ständige Modellpflege war auch beim Rennklasse-Segler VENTUS das Geheimnis zum Erfolg, der überarbeitet im Frühjahr 1986 als Baumuster VENTUS-c (auf Wunsch mit Ansteckflügeln für 17,6 m Spannweite) geliefert wurde und dessen Fertigung erst im Jahre 1994 nach über 600 Exemplaren (einschließlich Selbststarter und Turbos) ausgelaufen ist.

Als ein in jeder Beziehung noch erfolgreicheres Flugzeug erwies sich für Schempp-Hirth allerdings das Standardklasse-Segelflugzeug DISCUS (als Nachfolger des STANDARD CIRRUS), der, 1984 erstmals geflogen, ...

 
 

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