
Nimbus-4DL - mehr Komfort, mehr Platz, mehr Sicherheit.
Mehr Sicherheit, Ergonomie, Sitzkomfort und Platzangebot für die Piloten an ihrem "Arbeitsplatz". Die Verlängerung im Cockpitbereich schafft Platz - auch für wirklich große Piloten - in beiden Sitzen. Durch effektive Verstellmöglichkeiten an Rückenlehnen und Pedalen wurde der Sitzkomfort auch für die kleinen Piloten verbessert. Die Bedienungshebel wurden nach ergonomischen Gesichtspunkten und Kundenwünschen neu platziert und sind in optimaler Position angeordnet und funktionell gestaltet. Der vordere Instrumentenpilz wurde nun klappbar konstruiert, um den Ein- und Ausstiegskomfort zu verbessern und den Notausstieg zu vereinfachen. Die weiter nach hinten gezogene Haube verbessert die Sicht des zweiten Piloten und stellt einen weiteren Sicherheitsgewinn dar. Erreicht wurde diese Neugestaltung durch aufwändige Computersimulationen in der Planung. Es waren unzähligen Sitzproben mit den unterschiedlichsten Piloten notwendig, um die Verbesserung der Bedienung und des Sitzkomforts zu maximieren. Das Ergebnis dieser Modellpflege, sichert dem Nimbus-4DL zusammen mit dem Leistungspotential (Europameister 2007) und den ungewöhnlich guten Flugeigenschaften eine Spitzenposition in der Offenen Klasse.
Der NIMBUS-4DL ist ein in faserverstärkter Kunststoff-Bauweise hergestelltes doppelsitziges Segelflugzeug und mit einer Spannweite von 26,5 m (Streckung 39,1) das bisher größte von SCHEMPP-HIRTH in Serie gefertigte Baumuster.
Mit seiner besten Gleitzahl ~60 und mit hervorragenden Langsamflug- und Steigleistungen steht der NIMBUS-4D den vergleichbaren Einsitzern in nichts nach, hat aber deutlich verbesserte Flugeigenschaften. Ruderabstimmung und Wendigkeit vermitteln eher den Eindruck eines wesentlich kleineren Doppelsitzers. Ein Ergebnis, welches nur durch die außergewöhnliche aerodynamische Flügelauslegung, kombiniert mit einer ausgefeilten Steuerungskinematik, erreicht werden konnte.
Neben seiner Spannweite ist dann auch das wesentliche Merkmal dieses Doppelsitzers die mehrfache Rückpfeilung der Flügelvorderkante, deren aerodynamische Vorteile noch durch die V-Stellung der Flügelspitzen verstärkt werden. Diese Tragflügel-Konzeption garantiert sowohl eine vollkommene Ausnutzung der Spannweite, als auch ein ausgezeichnetes Handling im unteren Geschwindigkeitsbereich.
Der aus Montagegründen sechsteilig ausgeführte Tragflügel hat Wölbklappen über die gesamte Spannweite und doppelstöckige Bremsklappen auf der Oberseite der Innenflügel.
Die Querruder der Außenflügel sind den Wölbklappen überlagert. Die wölbklappe der Innenflügel ist mit den Bremsklappen verbunden und erlaubt steile Anflüge bei geringer Fahrtzunahme: Werden nämlich die Bremsklappen voll ausgefahren, verdoppelt sich nahezu der ohnehin schon positive Wölbklappenausschlag automatisch.
Beim An- und Ausrollen ist die Flügeldurchbiegung sehr gering und vermindert so die Gefahr einer unbeabsichtigten Bodenberührung.
Für den Fall, daß einsitzig geflogen oder die maximal erlaubte Abflugmasse nicht erreicht wird, kann natürlich Wasserballast mitgeführt werden - die Integraltanks im Außenflügel haben ein Fassungsvermögen von insgesamt 164 Liter. Die Betätigung ihrer Ablaßventile schließt sich bei der Montage automatisch an.
Eine ganz wesentliche Vereinfachung der Montage garantieren die gleichfalls automatischen Ruderanschlüsse zwischen Rumpf und Innenflügel. Da an den Außenflügeln nur das Querruder anzuschließen und die Verbindungsstelle gut zugänglich ist, wird hier ein einziger Schnellverschluß verwendet.
Die Montage dieses doppelsitzigen Segelflugzeuges (Leergewicht ca. 515 kg) ist - unter Verwendung einer Flächenstütze - leicht zu Dritt machbar.
Der Rumpf wird in einer ausgeklügelten Mischbauweise hergestellt:
Während Rumpfröhre und Seitenflosse aus Gewichts- und Steifigkeitsgründen aus reiner Kohlefaser bestehen, wird im Cockpitbereich zum verbesserten Schutz der Besatzung eine Kevlar-/Kohle-/Glas-Kombination mit diversen Verstärkungen und Versteifungen verwendet.
Für diese Kombination wurden bei Belastungsversuchen (an einem Cockpit des Einsitzers Nimbus-4) deutlich höhere Sicherheitsreserven erreicht, als von der Bauvorschrift gefordert.
Ein für die Robustheit des Rumpfes weiteres Merkmal ist das zentrale Stahlrohr-Fachwerkgerüst, welches die Übertragung der Kräfte zwischen Flügel, Rumpf und Fahrwerk direkt übernimmt, ohne daß die Rumpfschale belastet wird und im Crashfall enerigeabsorbierend wirkt.
Das Hauptrad (Reifengröße 6,00x5) ist hydraulisch bremsbar, das Einziehen kann vom hinteren Sitz aus unterstützt werden.
Die Scheibenbremse kann sowohl über einen Griff an den Steuerknüppeln als auch durch volles Ausfahren der Bremsklappen betätigt werden.
Für Winden- bzw. Flugzeugschleppstarts sind getrennte TOST-Kupplungen vorgesehen.
Die Kabinenhaube ist einteilig (also ohne Querbügel!), seitlich klappbar und abwurfsicher.
Beide Sitze sind sehr bequem (jeweils mit Kopfstütze, Sitzwannen nach neuesten Sicherheitserkenntnissen gestaltet) und bieten bei besten Sichtverhältnissen auch großgewachsenen Piloten ausreichend Platz bei langen Flügen. Verstellbare Seitenruderpedale vorne und hinten sind serienmäßig.
Die Größe der Instrumentenbretter ist für den Einbau moderner Kleingeräte und Anzeigen ausgelegt und gestattet einen bequemen Ein- und Ausstieg.
Die Bedienelemente im Cockpit sind doppelt vorhanden.
Zum Ausgleich des kopflastigen Moments der Zuladung auf dem hinteren Sitz und/oder von Wasserballast in den Außenflügeln wird auf Wunsch ein Seitenflossen-Trimmtank eingebaut, dessen Ablaßbetätigung mit der der Flügeltanks verbunden ist, so daß alle Ballastanks gleichzeitig geleert werden.
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