Standard-Austria S

Der erneute Siegeszug von Schempp-Hirth Segelflugzeugen begann mit der Standard Austria S ('S' für Schempp-Hirth). Es handelte sich um einen Lizenzbau der Österreichischen Aero-Club-Konstruktion, die bei den Segelflugweltmeisterschaften 1960 in Köln-Butzweilerhof den OSTIV-Preis gewonnen hatte. In knapp zwei Jahren stellte Schempp-Hirth 30 Flugzeuge her, dann löste mit der Erneuerung des Tragflügelprofils die Standard Austria SH den älteren Typus ab.

Die  Standard Austria S war ein Gemischtbau. Die Flügelkonstruktion bestand aus einer mittragenden Holzbeplankung mit sehr hoher Oberflächengüte und einem in viele Längsstringer aufgelösten Holm. Der Rumpfbug hingegen war bereits in splitterfreiem GFK gebaut. 


SHK

1964 suchte Martin Schempp einen Konstrukteur für die Verbesserung der Standard Austria H. So kam Klaus Holighaus nach Kirchheim und konstruierte die Standard Austria HK. Gegenüber der alten Version wurde die Spannweite um 2 m vergrößert und das Querruder nach außen verlängert.

Der Testflug, den Klaus Holighaus selbst unternahm, endete beinahe in einem Disaster. Das Flugzeug ließ sich aus einer starken Trudelbewegung nicht mehr herausnehmen. Erst als der Pilot schon halb herausgeklettert war, um abzuspringen, hörte die Trudelbewegung auf. Wie sich erst viel später bei der Erprobung des Cirrus klärte, waren diese Schwierigkeiten auf die Tücken des V-Leitwerks zurückzuführen.  

Die 'SHK' war eines der besten Offene-Klasse-Flugzeuge in Deutschland.