19.03.2020

Angesichts der Verbreitung des COVID-19-Coronavirus und der Tatsache, dass Regierungen in aller Welt Beschränkungen durchsetzen, freuen wir uns darüber, dass unsere Produktion bisher weitgehend ungestört weiterläuft. Wir werden weiterhin alles tun, damit wir bestellte Segelflugzeuge ausliefern können, auch wenn die Kunden sie möglicherweise erstmal nicht benutzen dürfen. 

 

Wie Sie sicher in den Nachrichten verfolgt haben, verschont Coronavirus weder Deutschland noch andere europäische Länder. Die Zahlen steigen ständig, und inzwischen ist den meisten Menschen klar, dass wir wohl alle dazu beitragen müssen, die Geschwindigkeit der Virusausbreitung zu verlangsamen.

Zunächst sind wir sehr froh und dankbar, dass wir in unseren Familien und in unserer Belegschaft keine bekannten Corona Fälle zu beklagen haben.

Nun arbeiten wir hart daran, unsere Produktion für die kommenden Wochen zu sichern. Unser Managementteam hält täglich eine Online-Besprechung ab, um die sich ständig ändernde Situation zu besprechen und zu bewältigen.

Von Anfang an war die Gesundheit unserer Mitarbeiter unsere oberste Priorität. Wir dürfen dabei aber auch die alltäglichen Notwendigkeiten wie z.B. die Sicherung des Cashflows nicht aus dem Auge verlieren. Seit Beginn der Krise vor wenigen Wochen haben wir die Hygienemaßnahmen verstärkt und eine strikte soziale Distanzregelung eingeführt: Personen, die an Flugzeugen arbeiten, sind gehalten, mindestens 2 Meter Abstand zueinander zu halten, wann immer es ihre Arbeit erlaubt. Wir haben alle Aktivitäten, die eine größere Anzahl von Menschen zusammenbringen würden, gestrichen und die Leute gebeten, nicht in andere Abteilungen zu gehen, wenn es nicht absolut notwendig ist. Mitarbeiter, die Zweifel an möglichen Symptomen haben, werden gebeten, zu Hause zu bleiben, bis sie sicher sind, dass sie nicht infiziert sind. Wer von zu Hause aus arbeiten kann, tut dies bereits. Wir sind froh, dass unsere IT-Infrastruktur schon dafür bereit ist.

Einige unserer Lieferanten und Subunternehmer befinden sich außerhalb Deutschlands, was unsere Lieferkette anfällig macht. Die Nachricht von der Schließung der Grenzen und den Reisebeschränkungen aus den umliegenden Ländern hat uns zwar zunächst Sorgen bereitet, aber in den  letzten Tagen gab es hier gute Nachrichten.   Jeder scheint arbeiten zu dürfen, auch wenn es die eine oder andere Einschränkungen gibt. Der Warentransport wurde - trotz anfänglich gegenteiligen bzw. irreführenden Informationen - doch nicht gestoppt, sondern ist nur etwas schwieriger, langsamer und möglicherweise teurer geworden. Im Moment scheinen wir Glück zu haben - bitte drücken Sie uns weiter die Daumen.

Das jüngste Risiko, mit dem wir konfrontiert wurden, war die Schließung der Zivilluftfahrt und der Flugplätze. Während in unserem Heimatland Baden-Württemberg seit einigen Tagen alle Luftsportarten zum Stillstand gekommen sind, ist die gewerbliche Luftfahrt vorerst von diesem Verbot ausgenommen, und außerdem erhielten wir die Informationen, dass wir als Flugzeugbauunternehmen noch immer neue Segelflugzeuge testen und die für die Zulassung neuer Modelle erforderliche Flugerprobung durchführen können.

Unser Dank gehört zuerst unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die unter den aktuell notwendigen Bedingungen flexibel und engagiert arbeiten. Eine weitere wichtigen Stütze sind unsere loyalen Kunden, und wir können ihnen in diesen schwierigen Zeiten nicht genug danken. Sie zeigen sich kooperativ und flexibel und unterstützen uns so gut es geht, vor allem auch dadurch, dass sie bereit sind, ihre bestellten Flugzeuge abzunehmen und zu bezahlen, obwohl sie sie vielleicht erstmal nicht fliegen dürfen. Das ist für uns entlastend, da wir in der Lage sind, unseren Cashflow sicherzustellen und es uns hilft, ohne zusätzliche Schwierigkeiten weiterzumachen. Vielen Dank für diese Unterstützung!