Sailplane and Sky
30.06.2015

Am 30.6.2015 wurde der erste Ventus-2cxa mit der innovativen elektrischen Heimweghilfe FES an seinen stolzen Besitzer Peter Ditmar aus den Niederlanden übergeben. Der Elektromotor und der Faltpropeller werden bei diesem System in der Nase des Flugzeuges eingebaut. Die elektrische Energie liefern 2 Akkus mit jeweils 16 kg Gewicht, die im Rumpf untergebracht werden.

Der Ventus 2cxa ist eine temperamentvolle und wendige Rennmaschine und wurde konsequent auf die Wünsche und Bedürfnisse wettbewerbsambitionierter Piloten zugeschnitten. Mit dem bewährten Elektroantrieb FES (Front Electric Sustainer) der Firma LZ Design steht nun auch für dieses Flugzeug eine innovative, umweltfreundliche Heimweghilfe zur Verfügung, die sich wesentlich von allen bisherigen Systemen unterscheidet.

Das sichere und blitzschnelle Starten und Abstellen des Triebwerks ohne spürbaren zusätzlichen Luftwiderstand ermöglicht den spontanen Einsatz des E-Triebwerks und eröffnet beim Fliegen völlig neue Perspektiven. Der Motorflug selbst wird dabei völlig neu wahrgenommen und kann selbst von puristischen Segelflugpiloten genossen werden.

Die Bedienung ist dabei denkbar einfach - einen Kippschalter betätigen und mit dem Drehschalter die Motorleistung regeln. Dies ist schon alles was man tun muss, um nahezu vibrationsfrei und bei minimalem Motorlärm Höhe zu gewinnen. Bedienungsfehler sind so gut wie unmöglich, die Aufmerksamkeit des Piloten bleibt von Anfang an frei für andere fliegerische Entscheidungen. 

Im typischen Einsatz wird nach einem kurzen Steigflug, der im Bedarfsfall auf über 2 m/s gesteigert werden kann, auf sichere Höhe in den Horizontalflug übergegangen, um eine möglichst große Reichweite zu erzielen. Schaltet man die Leistung ab, legen sich die Propellerblätter schnell an und werden sofort in die Endposition gefahren. Aus dem Motorflugzeug ist in wenigen Sekunden wieder ein Segelflugzeug geworden.

Der Faltpropeller befindet sich an der Rumpfspitze und liegt im ausgeschalteten Modus eng am Rumpf an. In einem von oben zugänglichen Kasten im Rumpf hinter den Tragflächen sind die beiden 16kg-Batterien sicher verstaut. Zum Laden können sie einfach entnommen werden.

Die durchdachte Handhabung mit dem bewussten Verzicht auf das Aus- und Einfahren des Triebwerks spart aufwändige Komponenten - und wertvolle Zeit, wenn man die Motorhilfe benötigt.  

Mit dem FES-System sind Steigwerte über 2 m/sec möglich. Fliegt man im Horizontalflug, kann man bis zu 45 min Motorlaufzeit (bei ca. 100 km/h Geschwindigkeit) erreichen. Genug, um aus dem thermisch schlechten Wetter herauszukommen oder sicher nach Hause zu fliegen.